Was Pop und Klassik voneinander lernen können.
Wo hört Klassik auf und beginnt Popmusik? Oder sind diese beiden Welten gar nicht so verschieden? Gregor Schwellenbach begibt sich für die Antwort auf eine Reise durch die Jahrhunderte. Unterwegs erklärt er, warum Musikstücke heute Namen haben, warum Musiker lange Haare tragen, und wie aus der Kombination von traditioneller europäischer und afrikanischer Musik etwas Neues, die heutige Popmusik, entstehen konnte.
About the speaker
Der Komponist Gregor Schwellenbach beherrscht ein Dutzend Instrumente und komponiert für Theater, Film und Fernsehen. Er studierte Tonsatz und Schulmusik in Hannover, arbeitete dann als Fernseh- und Werbekomponist, konzipierte Unterhaltungsshows für Kreuzfahrtschiffe, programmierte Klanginstallationen und trat als Kleinkünstler auf.
Seine Talente reichen von klassischen Klavier bis zu elektronischer Musik. Im vergangenen Jahr hat Gregor Schwellenbach zum 20jährigen Bestehen des Elektronik-Labels Kompakt House-, Techno- und Elektro-Pop-Werke des Labels für Kammerorchester arrangiert. Das Musikmagazin „Eclipsed“ schrieb darüber: „Da hat sich mal wirklich ein Musiker von allen Scheuklappen befreit und eine Art Soundtrack geschaffen, für den es noch gar nicht das richtige Filmformat gibt. Mit feinsinnigem Humor, der gänzlich ohne Jokes auskommt, und musikalischem Sachverstand schafft Schwellenbach ein völlig neues Subgenre, über das sich auch Techno-Hasser an diese Musik annähern können.“
Im Mai komponierte und spielte Schwellenbach im Rahmen der „Interactive Cologne“ basierend auf den IP-Adressen der Zuschauer-Smartphones an einem Computer live die „Interactive Composition #1“.
Schwellenbach überwindet Grenzen zwischen Genres und Epochen.
[Foto: detektor.fm]
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Wenn ich sage, nicht nur die Musik ist die gestaltete Kunst, sondern das ganze Paket, wie ich eine Wirkung erzeuge, dann rede ich von Popmusik.
In der Romantik ging es los, dass es Musikstars gibt, Leute, deren Ruf ihnen vorauseilt, und wenn man denkt, da kommt er, ist das beeindruckend, ohne dass man das Stück vorher hören muss.
Das Namengeben von Stücken ist der erste Schritt in Richtung Popmusik.
Dvorak hat prophezeit, dass die schwarze Musik die Musik im 20. Jahrhundert dominiert, und ich finde, er hat recht gehabt, aber er hat natürlich nicht geahnt, auf welche Weise das passiert.
Pop beginnt, wenn man die Musik nicht nur für sich selbst sprechen lässt, sondern die Assoziation der Zuhörer mittriggert und mitbestimmt und mitinszeniert.
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Videograf(in) Robert Euting