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Wie wird ein Experte für deutsches Recht zum Fotografen des „Who is who“ der 1930er bis 1960er Jahre? Und warum gerät seine Kunst – Porträts und spontane Straßenfotografie – weitgehend in Vergessenheit? Diese Fragen skizzieren die Eckpunkte der Biografie des jungen Dresdner Juden und Sozialisten Alfred (Fred) Stein, der 1933 seine Heimat gemeinsam mit seiner Frau Lilo verlassen muss.

Gemeinsam mit Hildegard Jakobs hat die Referentin Andrea Kramp die Düsseldorfer Ausstellung „Fred Stein: Auf dem Weg. Dresden – Paris – New York“ kuratiert. Die beiden Historikerinnen waren nicht nur von den Werken Steins vollkommen fasziniert. Flucht, Exil, Neuanfang in einer fremden Gesellschaft – die Biografie Fred Steins und seiner Familie zeigt auch die vielen Facetten einer Fluchtgeschichte: die Gefahren, Ängste, Verluste und Entbehrungen einerseits; andererseits den Mut zum Aufbruch, zur Integration in das Neue unter Beibehaltung der eigenen Wurzeln – schließlich gerade dadurch die Entwicklung zu einem großartigen Künstler.

Foto: Drei Stühle, Paris 1937, Nachlass Fred Stein

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