Liska Bernet is a woman of courage. When she got tired of standing by, watching insufficient international aid for refugees, she stepped up.

She tells us stories of brave people, fighting for their rights and demonstrating beyond boundaries. What she says is humbling, eye-opening and inspiring.

As the talk is in Swiss-German, here are some of her most valuable quotes translated into English:

«When I lost courage, I told myself: I cannot fail, as any attempt is better than doing nothing at all.»

«We live in times where courage is needed more and more. It takes the strength of all of us to stand up against discrimination of any kind.»

«It is always easiest to be courageous in something you strongly connect with. Maybe start there, give yourself a push. Often it’s like a chain reaction: when you show bravery for something you care, and you realize it’s a good thing, then it’s easier to apply courage to other areas in your life, too.»

About the speaker

Liska Bernet ist Spezialistin auf dem Gebiet der Flüchtlingshilfe. Sie studierte an der London School of Economics Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Nothilfe. Frustriert von der ineffizienten, bürokratischen und bevormundenden Vorgehensweise der offiziellen Akteure, beschloss sie selbst mitanzupacken.

Im Sommer 2015 reiste Liska Bernet zuerst nach Serbien, um entlang der Balkanroute auszuhelfen. Später baute sie zusammen mit anderen freiwilligen Helfern ein inoffizielles Flüchtlingscamp für 800 Personen auf Lesbos. Im Jahr darauf verwandelte sie eine ehemalige Druckerei in Athen in ein Sozialzentrum für Flüchtlinge. Das Zentrum bietet auf 7 Stockwerken unter anderem Sprachkurse, juristische Beratung, eine Zahnarztpraxis, einen Kinderhort und kostenloses Essen für über 1000 Personen pro Tag.

Seit einem halben Jahr ist Liska Bernet zurück in der Schweiz, wo sie die Flüchtlingsorganisation Glocal Roots gründete. Denn für sie ist klar, es braucht neue Ansätze und Lösungen in der Flüchtlingshilfe und das Potential der Migration als Faktor für Entwicklung muss besser in der gesellschaftlichen und politischen Debatte verankert werden.

Dass man sich bei solchen Einsätzen immer wieder extremen Belastungen aussetzt, ist klar. Dramatische Schicksale, Konflikte und schwierige Lebensverhältnisse sind an der Tagesordnung. Es braucht eine grosse Portion Mut, das komfortable Leben in der Schweiz zu verlassen, um an der Front anzupacken - oft am Rande der eigenen Kräfte. Mut braucht es aber auch, um in schwierigen Situationen Grenzen zu setzen und verantwortlich mit den eigenen Ressourcen und Kräften umzugehen. Auf ihrem Weg musste Liska Bernet immer wieder Zivilcourage beweisen, doch es sind vor allem die Geschichten von Menschen auf der Flucht, die sie mit Mut verbindet…

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