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„Wir dachten an das Countdown vor dem
Raketenstart – Zero ist die unmessbare Zone, in der ein alter Zustand in einen unbekannten neuen übergeht.“ Otto Piene
Ein verlorener Krieg, eine betrogene Jugend, verschollene Freunde und Angehörige - die Bilanz der 14- bis 19-Jährigen sah 1945 düster aus. Wie sollte es weitergehen?
Konnte man nach der Stunde Null Gedichte schreiben oder Bilder malen? Die Nachkriegs-Avantgarde ZERO gab eine selbstbewusste Antwort im Nachkriegsdeutschland: „Wir leben. Wir sind für alles.“ Wenngleich hiermit keine willkürliche Affirmation gemeint war, so bedeutete das Statement der Künstler doch, aus dem Verlust von Idealen und Ideologien eine positive Energie für das eigene Leben zu entwickeln.
Barbara Könches vermittelt Einblicke in die Hintergründe der ZERO Bewegung, zeigt die Wirkunststätten ihrer Protagonisten Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker sowie das originale Feueratelier von Otto Piene.
Barbara Könches ist Geschäftsführerin der ZERO foundation in Düsseldorf. Davor
leitete sie den Fachbereich Visuelle Kunst bei der Kunststiftung NRW. Von 1999 bis
2006 war die promovierte Philosophin und Kunsthistorikerin Kuratorin am ZKM |
Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe, wo sie unter anderem die Reihe „Kunst
und Philosophie“ organisierte und für das Medienmuseum und die Videosammlung
verantwortlich war. Barbara Könches gehört dem Vorstand der Nan Hoover
Foundation, Amsterdam, an. Als Jurymitglied war sie zuletzt an der Vergabe des
Peter-Weiss-Preis 2019 der Stadt Bochum und des International Light Art Award
2019 in Unna beteiligt.
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