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Hallo Simon, Danke erstmal für die tollen Fotos der letzten Veranstaltung! Erzähl doch mal, wie bist Du denn zur Fotografie gekommen?
Simon: Hallöchen Nadine, sehr gerne doch, hat ja auch Spaß gemacht! Zu Fotografie als Beruf bin ich über Umwege gekommen und es hat sich zu meiner großen Liebe entwickelt. Ich fotografiere seit 2012 vorwiegend analog, damals wegen einer Thailand-Reise. 2015 habe ich beschlossen, die Fotografie professionell angehen zu wollen und kaufte mir die erste digitale Vollformat-Kamera, um hauptsächlich Konzerte zu fotografieren. Seit dem habe ich mich ständig autodidaktisch weitergebildet und noch Mitte 2016 ein Online-Studium als Fotodesigner abgeschlossen, woraufhin ich mich Ende 2016 auch endlich selbständig machte. Ich habe einen wissenschaftlichen Bachelor in Public Health abgeschlossen, einen Master in Gesundheits- und Sozialökonomie nach einem Jahr abgebrochen, gejobbt und versucht, mich mit hippen Bartpflegeprodukten selbständig zu machen – hat alles nicht so hingehauen, weil die letzte Überzeugung fehlte. Fotografiert habe ich nebenbei schon seit Anfang 2012 und ab 2016 arbeite seit 4 Monaten intensiv daran, mich damit selbständig zu machen. Dies gelingt auch endlich mit der richtigen Überzeugung. Eigentlich würde ich mich als Auto-Didakt bezeichnen, um aber eine ganzheitliche Grundlage zu schaffen, habe ich kürzlich ein Online-Studium als Fotodesigner erfolgreich abgeschlossen.

Du bist ja bereits Ende 20, was hast Du denn sonst in deinen 20ern gemacht?
Simon: Ja, genau. (lacht) Ich habe tatsächlich lange studiert, um genau zu sein einen Bachelor ‚Gesundheitsförderung‘ in Fulda und in Aarhus, Dänemark. Anschließend habe ich einen Master in Gesundheitsökonomie angefangen, weswegen ich in Köln gelandet bin. Köln hat mir dann besser gefallen als das Studium…haha. Tatsächlich habe ich den Master nach einem Jahr abgebrochen und mich für ein künstlerisches Handwerk, der Fotografie, gewidmet. Kurzzeitig wollte ich noch eine Firma für Bartpflegeprodukte gründen, was ich dann aber auf Grund meiner Abneigung dem Kapitalismus gegenüber und der wachsenden Konkurrenz wieder beiseite gelegt habe. Gute Entscheidung!

Find ich auch! Dich zeichnet ja auch die nachhaltige Fotografie aus, wie bist du auf den Zweig gekommen, was bedeutet das genau?
Simon: Simon Veith Fotografie für Nachhaltigkeit ist mein voller, (zu) langer Name. Ich habe schon lange Interesse an meiner Umgebung, der Umwelt und auch den Tieren. Ich lebe schon über 5 Jahre vegan und setze mich für Tierrechte ein. Durch mein Interesse an der nachhaltigen Szene in Köln bin ich auf das Colabor Köln - Raum für Nachhaltigkeit gestossen und hatte dort zeitweise mir einen Co-Working-Space gemietet. Mir war dadurch klar, dass ich etwas „grünes" machen möchte und daraufhin die nachhaltige Fotografie gegründet habe. Ich biete meine Dienstleistungen in erster Linie nachhaltigen und sozialen Unternehmen sowie Projekte an und arbeite dabei auch selbst nachhaltig. Der N-Check (https://creativemornings.com/talks/ben-hammer-mit-auf-ein-kolsch/1) von dasselbe-in-grün e.V. hat mir sehr dabei geholfen, wie ich heutzutage möglichst nachhaltig arbeite: ich achte auf nachhaltiges Banking, Strom, Hosting, Arbeitsmaterialien & Mobilität. Zudem sind meine Zielkunden nachhaltige sowie soziale Unternehmen & Projekte, aber auch gerne Privatpersonen, Musiker*innen, Künstler*innen oder Schauspieler*innen mit Tendenzen zur Nachhaltigkeit. 

Und wo liegt dann dein Schwerpunkt in der Fotografie?
Simon: Meine Schwerpunkte sind People-, Reportage- und Produktfotografie. Die Genres können dann je nach Auftraggeber auch möglicherweise mit Bezug auf deren Corporate Identity auf Werbefotografie oder Unternehmensfotografie gemünzt werden. Ich arbeite noch nebenher mit einer Kollegin an einem Projekt, in dem wir unsere Schwerpunkte vereint anbieten wollen, ist aber leider noch nicht spruchreif. Nebenbei biete ich mit meinem Synonym Veithclub 87 auch noch Konzert- und Bandfotografie an, da arbeite ich auch gerade an einer neuen Homepage, ihr könnt gerne unter @veithclub87 auf Instagram reinschauen.

Sehr vielschichtig und eine schöne Nische, Simon. Gibt es denn Jobs, die Du ablehnen würdest?
Simon: Ja, klar! Dann aber eher aus ideologischen Gründen und weniger aus technischen bzw. fotografischen. Ich würde zB keinen Chemiekonzern fotografieren oder andere umweltbelastende Unternehmen. Ich würde allerdings technisch, obwohl es nicht mein Schwerpunkt ist, auch gerne mal Architektur fotografieren, solange das Objekt nachhaltig gebaut wurde.

Gibt es denn sonstige Projekte, die Du zurzeit führst?
Simon: Ach ja, tatsächlich gibt es da was. Ich habe meinen eigenen Blog auf meiner Homepage gestartet und habe bereits Anfang Mai mein erstes großes Projekt gestartet. Es hat noch keinen Namen, aber ich möchte einmal im Monat ehrenamtlich ein nachhaltiges Projekt fotografieren, das sich sonst keinen Fotografen leisten kann. Damit möchte ich den Projekten helfen, inhaltlich soll es möglichst nachhaltig oder auch sozial sein. Mein erstes Shooting hierzu habe ich für die reFOODges gemacht, ein schönes Flüchtlingsprojekt mit tollem Essen!

Sehr schön! Dann hoffe ich, dass Du hierbei viele tolle Projekte findest und mit deiner Expertise helfen kannst. Weiterhin würden wir uns über weitere Arbeiten für Creative Mornings freuen. Vielen Dank für das Interview und schönen Tag noch!
Simon: Das ist lieb, vielen Dank. Wünsche ich Dir auch und herzlichen Dank für das Interview und das Interesse an meiner Arbeit!

Das komplette Album zu unserem Event gibt es hier

Ihr habt Interesse an einem Shooting? Schaut doch mal auf seine Seite oder mailt Ihm, er freut sich über (fast) alle Anfragen! ;-)
www.simon-veith.de
mail@simon-veith.de