Drei Wünsche und ein Dialog. Wenn keiner spielt, dann ist es kein Theater. Wenn keiner schaut, auch nicht. Über die Wechselwirkung.
Der Chefdramaturg Robert Koall hat drei Wünsche formuliert. An das Theater, an die Stadt, an das Publikum. Im Anschluss hat er Raum für Dialog geöffnet.
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Was soll das Theater?
Das Theater ist eine seltsame Kunstform – weit über 2.000 Jahre alt und dennoch gegenwärtig. Von manchen als lästige Bildungsbürgerpflichtveranstaltung gefürchtet, von den anderen als Energiequelle und Lebensmittel geliebt. Von Staat und Gesellschaft als kulturelle Grundversorgung gefördert – und doch immer mal wieder umstritten, wenn es um Sparmaßnahmen und Kürzungen geht.
Wer belebt diesen seltsamen Organismus Theater eigentlich? Wie entsteht er und nach welchen Regeln? Warum wird gespielt, was gespielt wird und wer entscheidet das? Wie wird eine kleine Idee zu einer großen Uraufführung? Wer arbeitet eigentlich woran? Und was hat ein Theater mit der Stadt zu tun, in der es steht?
Darüber spricht am 17. April, 2026. Robert Koall. Er ist Chefdramaturg und stellvertretender Generalintendant am Düsseldorfer Schauspielhaus. Koall arbeitete mit zahlreichen Regiepersönlichkeiten zusammen – von Christoph Schlingensief bis Robert Wilson, von Christoph Marthaler bis Roger Vontobel und Adrian Figueroa. Er hat zahlreiche Romane für das Theater bearbeitet, darunter Bücher von Fatma Aydemir, Herman Melville, Cornelia Funke und Erich Kästner sowie Huxleys »Schöne neue Welt« und »Tschick« von Wolfgang Herrndorf, das zum meistgespielten Bühnenstück der 2010er-Jahre wurde.
Als Dramaturg und Autor prägt er seit fast 30 Jahren die Arbeit vieler deutschsprachiger Theater und arbeitete in Berlin, Hamburg, Zürich, Hannover und Dresden.
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