Typedesign between Europe and East Asia (Talk language: German)
Wie kommt man als Nicht-Asiate dazu, asiatische Schriften zu gestalten? Welche gestalterischen und technischen Problemstellungen ergeben sich im Kontext „CJK“, welche Konsequenzen haben sie für das ästhetische und kreative Selbstverständnis? Am Beispiel seiner ersten chinesisch-japanischen Schrift „Laowai Sung (老外宋)“, die 2015 bei Arphic (Taiwan) veröffentlicht wurde, erläutert Roman Wilhelm die Signifikanz dieser Fragen. Nach 5 Jahren Arbeit und mehr als 33.000 Glyphen gibt es viele Erfahrungen zu teilen über Proportionen und OpenType-Features im Multiscript-Typedesign, stilistische Migration, CJK-Webfonts, Fragen der Vermarktung, Rezeption und Prämierung sowie die Rolle des „Fremden“ im Kontext des „Bekannten“.